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James Bond 007 â GoldenEye
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James Bond 007 â GoldenEye (Originaltitel: GoldenEye) ist der 17. von Eon Productions Ltd. produzierte James-Bond-Film. Erstmals spielte Pierce Brosnan die Rolle des MI6-Agenten. Die Regie fĂŒhrte der NeuseelĂ€nder Martin Campbell.
Aufgrund rechtlicher und kĂŒnstlerischer Differenzen zwischen den Produzenten Albert R. Broccoli, Michael G. Wilson und Barbara Broccoli auf der einen Seite und United Artists und deren Mutterfirma Metro-Goldwyn-Mayer auf der anderen erschien dieser Bond erst nach einer sechsjĂ€hrigen Pause der Serie in den Kinos. Der Film kam am 15. Dezember 1995 in die schweizerischen, am 28. Dezember 1995 in die deutschen und am 29. Dezember 1995 in die österreichischen Kinos.
Contents
âą Handlung
âą Produktion
âą Drehbuch
âą Titel
âą Besetzung
âą Titeldesign
âą Dreharbeiten
âą Drehorte
âą Sonstiges
âą Gadgets
âą Filmmusik
âą Synchronisation
âą UrauffĂŒhrung
âą Nachwirkung
âą Auszeichnungen
âą Adaptionen
âą Literatur
âą Computerspiele
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Handlung
Zur Zeit des Kalten Krieges sollen 007 James Bond und sein Partner 006 Alec Trevelyan eine sowjetische Chemiewaffenfabrik in Archangelsk vernichten. Beide platzieren Bomben mit ZeitzĂŒndern, um die Fabrik zu sprengen, doch 006 wird festgenommen, um Bond zur Aufgabe zu zwingen. 006 bittet Bond âfĂŒr Englandâ, sich nicht zu ergeben, worauf dieser um sich schieĂt und versucht, 006 zu befreien. Der wird jedoch vor den Augen Bonds von Oberst Ourumov scheinbar hingerichtet. AnschlieĂend gelingt Bond per Flugzeug die Flucht aus der Fabrik.
Neun Jahre spĂ€ter â nach dem Ende des Kalten Krieges â kommt Bond in Monaco der Pilotin Xenia Onatopp auf die Spur. Diese hat Kontakte zur russischen Terrororganisation Janus, benannt nach dem römischen Gott Janus mit zwei Gesichtern. Xenia ermordet einen Admiral und zwei Hubschrauberpiloten, und Bond kann nicht verhindern, dass sie bei einer TestvorfĂŒhrung einen Tiger-Hubschrauber stiehlt, der stĂ€rkster elektromagnetischer Strahlung widerstehen kann.
Mithilfe des Hubschraubers stehlen Onatopp und Ourumov (inzwischen zum General befördert) das geheime russische Waffensystem GoldenEye. Dies ist eine Weltraumwaffe, bei der eine Atombombe in der oberen ErdatmosphĂ€re gezĂŒndet wird und so einen nuklearen elektromagnetischen Impuls auslöst, der alle elektronischen GerĂ€te im Umkreis des anvisierten Ziels zerstört. Bei dem Waffenraub töten Ourumov und Onatopp fast alle Mitarbeiter des GoldenEye-Satellitenkontrollzentrums Sewernaja in Sibirien â einzig die beiden Programmierer Natalya Simonova und Boris Grischenko ĂŒberleben. Um die Spur ihres Diebstahls zu verwischen, zerstören Ourumov und Onatopp mit einem der beiden GoldenEye-Satelliten das Kontrollzentrum. Sie entkommen mit dem Tiger-Hubschrauber, wĂ€hrend drei zur AufklĂ€rung geschickte russische MiG-29-Kampfflugzeuge durch den elektromagnetischen Impuls abstĂŒrzen.
Die VorgĂ€nge in Sibirien werden vom MI6 ĂŒber Satellit beobachtet. Dabei wird der gestohlene Tiger-Hubschrauber entdeckt und Natalya wird beobachtet, wie sie aus den TrĂŒmmern des Kontrollzentrums entkommt. Bond macht sich auf den Weg nach Sankt Petersburg und trifft dort Jack Wade, seinen Kontaktmann vom CIA. Mit dessen Hilfe nimmt Bond Kontakt zu dem ehemaligen KGB-Agenten Valentin Zukovsky auf, der trotz alter Feindschaft zu Bond gegen Geld ein Treffen Bonds mit Janus arrangiert. Inzwischen trifft Natalya sich mit Grischenko, der sie jedoch gefangen nimmt, denn er arbeitet fĂŒr Janus und war am Raub von GoldenEye beteiligt. Bond erfĂ€hrt, dass der totgeglaubte Agent 006, Alec Trevelyan, hinter Janus steckt. Das ganze Unternehmen ist seine persönliche Rache an GroĂbritannien, das er fĂŒr den Tod seiner Eltern verantwortlich macht. Als Lienzer Kosaken waren Trevelyans Eltern von den Briten nach dem Zweiten Weltkrieg mit 25.000 anderen Kosaken bei Lienz an Stalin und seine Exekutionskommandos ausgeliefert worden; Trevelyans Eltern hatten zwar ĂŒberlebt, begingen aber spĂ€ter aus Scham Selbstmord. Trevelyan versucht, 007 und Natalya in dem nun ausgedienten Tiger-Hubschrauber zu töten. Dies kann Bond zwar in letzter Sekunde verhindern, doch werden beide vom russischen MilitĂ€r verhaftet und ins Verteidigungsministerium gebracht.
Dort werden sie vom russischen Verteidigungsminister Mischkin verhört. Plötzlich taucht Ourumov auf und erschieĂt den Minister mit Bonds Dienstwaffe, um ihm den Mord anzuhĂ€ngen. Bond kann erneut fliehen, muss jedoch Natalya zurĂŒcklassen. Er verfolgt Ourumov und Natalya in einem T-55-Panzer quer durch Sankt Petersburg, doch Ourumov kann sich absetzen und Natalya zu einem gepanzerten Salonzug der ehemaligen Sowjet-Regierung bringen, wo Trevelyan und Onatopp bereits warten. Bond bringt den Zug schlieĂlich auĂerhalb der Stadt mit dem Panzer als Sperre zum Entgleisen. Er stĂŒrmt den Zug und tötet Ourumov, aber Trevelyan und Onatopp können entkommen. Trevelyan sperrt Bond und Natalya im gepanzerten Zug ein und aktiviert eine Bombe mit ZeitzĂŒnder, doch wiederum gelingt beiden knapp die Flucht.
Natalya hat inzwischen herausgefunden, dass Kuba das Ziel von Trevelyan und Onatopp ist. Auf Kuba kommen Natalya und Bond sich nĂ€her. Bond macht die geheime Basis von Trevelyan versteckt in einem See ausfindig. Er kann die auf sie angesetzte Onatopp töten und stĂŒrmt mit Natalya die Basis. Hier erfahren sie den Plan von 006: Er will zunĂ€chst mit Hilfe des VerrĂ€ters Grischenko Gelder auf seine Konten transferieren und anschlieĂend mit einem Angriff durch GoldenEye auf London alle Daten löschen, um die gesamte britische Finanzwelt ins Chaos zu stĂŒrzen und seine Spuren zu verwischen.
Doch Bond und Natalya können Trevelyans PlĂ€ne vereiteln: Beim Showdown kĂ€mpfen Trevelyan und Bond auf einem Radioteleskop, wobei Bond seinen Widersacher mit den Worten âfĂŒr mich und nicht fĂŒr Englandâ in den Tod stĂŒrzen lĂ€sst. Grischenko, der sich schon gerettet wĂ€hnt, wird durch einen Schwall flĂŒssigen Stickstoffs schockgefrostet.
SchlieĂlich lassen Bond und Natalya sich von einem US-amerikanischen Rettungshubschrauber zur Guantanamo Bay Naval Base ausfliegen.
Produktion
Verzögerungen durch Rechtsstreit und neuer Hauptdarsteller
Bereits im FrĂŒhjahr 1990, im Anschluss an die Veröffentlichung von Lizenz zum Töten, wurde mit der Vorproduktion des 17. James-Bond-Films der Eon Productions begonnen, der 1991 erscheinen sollte. James Bond sollte wieder von Timothy Dalton gespielt werden, dessen Vertragcite-ref-bbc-2-0[2] noch einen weiteren Film vorsah.cite-ref-gertp-3-0[3] Ein entsprechendes Plakat war auf dem Filmfestspielen in Cannes 1990 zu sehen.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Durch Rechtsstreitigkeiten zwischen Eon Productions und Metro-Goldwyn-Mayer / United Artist (MGM/UA) wurde der Film in den folgenden Jahren immer wieder verschoben. Obwohl diese noch nicht ausgerĂ€umt waren, wollten MGM/UA die Bondserie 1992 fortsetzen, aber mit einem neuen Hauptdarsteller, was Broccoli ablehnte. Erst ein weiteres Jahr spĂ€ter erklĂ€rte sich die neu eingesetzte Konzernspitze dazu bereit, auf Broccolis WĂŒnsche einzugehen. Am 6. August 1993 gab Timothy Dalton in einem Interview mit der Daily Mail die Information an die Ăffentlichkeit, dass Michael France das Drehbuch schreibe und voraussichtlich im Januar oder Februar 1994 mit den Dreharbeiten begonnen werden sollte.cite-ref-gepn-7-0[7]
Doch der Termin verstrich, und am 12. April 1994 gab Timothy Dalton bekannt, dass er keinen weiteren James-Bond-Film drehen wolle. Die Produzenten begannen mit der Suche nach einem neuen Hauptdarsteller und testeten zehn Kandidaten in Probeaufnahmen. Als Kandidaten waren u. a. Mel Gibson, Hugh Grant, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Lambert Wilson, Mark Frankel sowie Paul McGann fĂŒr den Posten des smarten Agenten vorgesehen. Am Ende bekam Pierce Brosnan die Rolle, ihm wurde die Nachricht am 1. Juni 1994 mitgeteilt.cite-ref-gepn-7-1[7] Eigentlich hĂ€tte Brosnan schon in Der Hauch des Todes die Bondrolle ĂŒbernehmen sollen. Die groĂe MedienprĂ€senz aufgrund seines Castings als 007 lieĂ jedoch das Interesse an der Serie Remington Steele, fĂŒr die er noch unter Vertrag stand, wieder ansteigen, und die Fernsehproduzenten lieĂen weitere Folgen produzieren. Dadurch war Brosnan nicht rechtzeitig zum Drehbeginn von Der Hauch des Todes verfĂŒgbar und musste auf die Rolle verzichten.cite-ref-gertp-3-1[3] Am 8. Juni 1994 wurde Pierce Brosnan offiziell als neuer James Bond vorgestellt, er unterschrieb einen Vertrag ĂŒber drei Filme.cite-ref-gepn-7-2[7]
Drehbuch
Kurz nach dem Erscheinen des VorgĂ€ngers wurde von Michael G. Wilson und Alfonse Ruggiero ein 17-seitiges Outline fĂŒr den dritten Teil mit Dalton verfasst, welches bereits den Titel GoldenEye trug, jedoch eine völlig andere Handlung aufwies. So sollte dieser Film unter anderem in Asien spielen und Roboter und andere High-Tech-Elemente enthalten. Durch den Eon/MGM-Rechtsstreit und schlieĂlich den Ausstieg Daltons wurde dieses Skript hinfĂ€llig. Lediglich einzelne Elemente dieses Outlines wurden in die nachfolgenden Filme ĂŒbernommen.cite-ref-8[8]
Daltons Aussage, dass Michael France das Drehbuch schreibe, war korrekt. France hatte einen Entwurf verfasst, der von Jeffrey Caine ĂŒberarbeitet wurde, als Brosnan als neuer Bond feststand. Caine behielt viele Elemente aus Frances Entwurf, fĂŒgte aber auch neue hinzu. Der Prolog, der neun Jahre vor der eigentlichen Handlung des Filmes spielt, war Caines Idee. Als dritter Autor wurde Kevin Wade engagiert, der das Drehbuch ĂŒberarbeitete und kleinere Ănderungen vornahm. Weitere kleine Ănderungen wurden von Bruce Feirstein vorgenommen. Offiziell wurde Caine und Feirstein das Drehbuch zugeschrieben und France die Story. Wade erhielt keine Nennung im Abspann, aber die Figur des CIA-Agenten Jack Wade wurde nach ihm benannt.cite-ref-gertp-3-2[3]
Titel
Der Titel des Films, GoldenEye, ist eine Hommage an Ian Flemings Domizil auf Jamaika, das diesen Namen trĂ€gt. Dorthin zog sich Fleming jedes Jahr fĂŒr ein paar Monate zurĂŒck, um einen neuen James-Bond-Roman zu schreiben. Fleming hatte den Namen von der Operation Golden Eye ĂŒbernommen, einem Auftrag, den er wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs beim Marinenachrichtendienst geleitet hatte.
Besetzung
Als das Drehbuch fertig war, begann man mit der Suche nach einem Regisseur und Darstellern. Als Regisseur verpflichtete man Martin Campbell.
Als Bond-Girl Natalya Simonova tritt Izabella Scorupco auf. Ihre Gegenspielerin Xenia Onatopp wird von Famke Janssen verkörpert.
In GoldenEye wird die Rolle des Russen Valentin Zukovsky eingefĂŒhrt und mit Robbie Coltrane besetzt, der bereits in FĂŒr alle FĂ€lle Fitz erfolgreich war. AuĂerdem wird Bond erstmals von dem von Joe Don Baker gespielten Jack Wade unterstĂŒtzt, der auch im nĂ€chsten Film wieder in diese Rolle zurĂŒckkehrte. Joe Don Baker spielte bereits in Der Hauch des Todes mit, verkörperte dort allerdings Bonds Gegenspieler Brad Whitaker.
Zum ersten Mal wird âMâ von einer Frau, Judi Dench, gespielt. Diese Entscheidung war die letzte gröĂere Ănderung am Drehbuch und wurde erst von Bruce Feirstein und dem Regisseur Martin Campbell getroffen.cite-ref-gertp-3-3[3] Miss Moneypenny wird erstmals von Samantha Bond dargestellt. Die Rolle des âQâ ĂŒbernahm bereits zum 15. Mal Desmond Llewelyn.
Titeldesign
Maurice Binder, bisher fĂŒr die Gestaltung fast aller Titelsequenzen der James-Bond-Filme zustĂ€ndig, war 1991 verstorben, und man beauftragte diesmal Daniel Kleinman mit dieser Arbeit.cite-ref-gepn-7-4[7] 1989 hatte dieser bereits das Musikvideo fĂŒr Gladys Knights Titellied zu Lizenz zum Töten aufgenommen.
In die Titelsequenz von GoldenEye integrierte Kleinman Elemente aus der Handlung des Films, so erscheint beispielsweise eine Frau mit zwei Gesichtern als Anspielung auf den Gott Janus, den Namensgeber der im Film vorkommenden Verbrecherorganisation. Die Filmtitel enthalten auĂerdem eine Reihe von leichtbekleideten Frauen, die sowjetische bzw. kommunistische Symbole zerstören. Dadurch schlieĂt die Titelsequenz die zeitliche LĂŒcke zwischen der Eröffnungssequenz, die im Kalten Krieg spielt, und der Rahmenhandlung, die nach dem Zerfall der Sowjetunion angesiedelt ist.
In der Titelsequenz wurde eine klassische serifenlose Schriftart in einem gelben Farbton verwendet. Der Filmtitel GoldenEye wird allerdings erstmals seit Dr. No in einer speziellen Schriftart gezeigt, die auch auf Postern und anderem Merchandisingmaterial verwendet wurde.
Die Gunbarrel-Sequence (dt. Pistolenlauf-Sequenz) wurde von Kleinman vorsichtig modernisiert. Mit jedem neuen Hauptdarsteller war bisher eine neue Version entstanden, der eigentliche Pistolenlauf jedoch stets derselbe geblieben. Er war damit das am lĂ€ngsten unverĂ€nderte grafische Element der James-Bond-Filme geblieben. Kleinman fĂŒgte dem Pistolenlauf nun mit Hilfe von CGI-Reflexionen ein Bewegungselement hinzu, um so den Eindruck eines dreidimensionalen Pistolenlaufs zu verstĂ€rken, behielt dabei jedoch die ursprĂŒngliche Charakteristik bei.cite-ref-9[9]
Dreharbeiten
Nach Beendigung der Dreharbeiten verstarb Derek Meddings, der in diesem wie vielen der vorherigen Bondfilme fĂŒr die Spezialeffekte im Bereich Modellbau zustĂ€ndig war. GoldenEye wurde ihm daher mit den Worten âto the memory of Derek Meddingsâ im Abspann gewidmet.cite-ref-mjnewton-11-0[11]
Drehorte
In folgenden LĂ€ndern wurde gedreht:cite-ref-12[12]
âą London
âą Draperâs Hall an der Throgmorton Street
âą Leavesden Studios, Leavesden
âą Epsom Down Racecourse
âą Langham Hilton Hotel
âą The Chapel
âą Hof des Somerset House
âą Vauxhall Bridge
âą AuĂerhalb Londons
âą Frankreich
⹠GréoliÚres
âą Monaco
âą Yachthafen
âą Schweiz
âą Laguna Tortuguero, ManatĂ
âą Playa Mar Chicita, ManatĂ
âą Russland
âą Sankt Petersburg
Sonstiges
Neben Lizenz zum Töten ist dies ein weiterer Bond-Film, der nicht in den Pinewood Studios gedreht wurde.
Nach dem Erscheinen des Films entstand am Lago di Vogorno, wo die Eröffnungsszene mit dem Bungee-Sprung gedreht wurde, eine kommerzielle Bungee-Jumping-Anlage.
Das Flugzeug in der Anfangsszene ist eine Pilatus PC-6.
Xenia Onatopp im Ferrari F355 GTS und James Bond im Aston Martin DB5 veranstalten ein spontanes StraĂenrennen, als sie sich auf einer BergstraĂe oberhalb von Monte Carlo begegnen.
Bond fÀhrt in diesem Film zum ersten Mal einen BMW, und zwar einen Z3, der allerdings nur in zwei Szenen zu sehen ist. BMW stellt auch in den zwei folgenden Filmen mit dem 750iL in Der Morgen stirbt nie und dem Z8 in Die Welt ist nicht genug das Bond-Auto. Mit Ausnahme einer kurzen Szene in Der Morgen stirbt nie, bei der Bond mit einem DB5cite-ref-13[13] beim Hauptquartier des MI6 vorfÀhrt, fÀhrt er danach erst in Stirb an einem anderen Tag mit dem V12 Vanquish wieder einen Aston Martin.
Bei dem Kampfhubschrauber im Film handelt es sich um einen EC665 Tiger, die darin verwendete Rettungskapsel ist allerdings erfunden.
Die Lokomotive des russischen gepanzerten Salonzugs war eine BR-Klasse 20 mit entsprechender Verkleidung. Sie war wÀhrend den Dreharbeiten, die auf der Nene Valley Railway, einer Museumsbahn in England, stattfanden, im Besitz des Musikproduzenten Pete Waterman. Seit 2022 ist sie ohne Verkleidung unter der alten British-Railways-Nummer D8188 bei der Watercress Line im Einsatz.cite-ref-14[14]
Die Szene am Ende des Filmes, als Bond von der Leiter des Radioteleskops fĂ€llt, wurde von Brosnan selbst gespielt. Dabei ging etwas schief, so dass sich Brosnan beim Abfang des Sturzes an der Leiter beinahe verletzte â der Schmerzlaut im Film ist daher echt.
Die Special Edition des Films auf VHS sowie auf DVD wurde, um eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren zu erhalten, um 14 Sekunden gekĂŒrzt. Die Ultimate Edition hingegen ist ungekĂŒrzt und weist eine FSK-16-Freigabe auf.
In einer kurzen Szene im Casino tritt die Tochter von Eunice Gayson auf, die in den ersten beiden Bondfilmen Bonds Freundin Sylvia Trench verkörperte.
Die Eröffnungsszene in der Sowjetunion spielt im Jahr 1986 und somit etwa ein Jahr vor dem Bond-Film Der Hauch des Todes.
Gadgets
âą Eine in einen Kugelschreiber eingebaute Granate mit ZeitzĂŒnder.
âą Ein GĂŒrtel, aus dessen Schnalle man ein dĂŒnnes Seil mit Haken herausfeuern kann.
âą Eine Uhr mit integriertem Laser, mit dem man zum Beispiel Stahlplatten zerschneiden kann. (Ein Ă€hnliches Modell tauchte bereits in dem nicht von EON produzierten Film Sag niemals nie von 1983 auf, genauso wie ein explodierender Stift. Allerdings war das ein FĂŒllfederhalter, der Ă€hnlich einer Rakete abgeschossen wurde.)
⹠Ein Röntgendokumentenscanner, der in ein Silbertablett integriert ist.
Filmmusik
Die Filmmusik wurde von Ăric Serra komponiert.
Der Titelsong GoldenEye wurde komponiert und getextet von Bono und The Edge und von Tina Turner interpretiert. Er konnte sich nicht in den US-amerikanischen Charts platzieren, im Vereinigten Königreich erreichte er Platz 10.cite-ref-mjnewton-11-1[11]
Im Abspann ist das Lied The Experience of Love zu hören, das von Ăric Serra und Rupert Hine geschrieben und von Ăric Serra interpretiert wurde. AuĂerdem ist im Film das bekannte Lied Stand by Your Man zu hören, das Minnie Driver in Zukovskys Nachtclub singt.cite-ref-mjnewton-11-2[11]
FĂŒr die Verfolgungsjagd mit dem Panzer wurde das StĂŒck A Pleasant Drive In St. Petersburg von Ăric Serra komponiert, die Produzenten ersetzten es im Film jedoch durch ein Arrangement von John Altman.cite-ref-mjnewton-11-3[11]
Der Soundtrack erschien erstmals 1995 bei Virgin Records auf CD. Nach dem 40-Jahre-James-Bond-JubilĂ€um wurde 2003 eine Extended Version des Soundtracks von Capitol Records veröffentlicht, die um einige Sekunden lĂ€nger ist. Das StĂŒck A Pleasant Drive In St. Petersburg ist im Film nicht zu hören.
Synchronisation
Dialogregie: Thomas Dannebergcite-ref-15[15]
| Rolle | Schauspieler | Deutscher Synchronsprecher |
|---|---|---|
| James Bond | Pierce Brosnan | Frank Glaubrecht |
| Alec Trevelyan | Sean Bean | Norbert Langer |
| Natalya Fyodorovna Simonova | Izabella Scorupco | Bettina WeiĂ |
| General Arkady Grigorovich Ourumov | Gottfried John | Gottfried John |
| Xenia Sergeyevna Onatopp | Famke Janssen | Martina Treger |
| Jack Wade | Joe Don Baker | Klaus Sonnenschein |
| M | Judi Dench | Gisela Fritsch |
| Valentin Dimitrovich Zukovsky | Robbie Coltrane | JĂŒrgen Kluckert |
| Dmitri Mishkin | Tchéky Karyo | Joachim Kerzel |
| Boris Grischenko | Alan Cumming | Santiago Ziesmer |
| Q | Desmond Llewelyn | Manfred Schmidt |
| Miss Moneypenny | Samantha Bond | Anita Lochner |
| Bill Tanner | Michael Kitchen | Klaus-Dieter Klebsch |
| Caroline | Serena Gordon | Cornelia Meinhardt |
Die Synchronisation enthĂ€lt einen Fehler: Als Alec Trevelyan gegenĂŒber James Bond erwĂ€hnt, dass er Nachfahre Lienzer Kosaken sei, wird in der deutschen Synchronisation fĂ€lschlicherweise von âLinzer Kosakenâ gesprochen.cite-ref-16[16]
UrauffĂŒhrung
GoldenEye feierte seine Premiere am 13. November 1995 in New York,cite-ref-imdbrd-17-0[17] er kam in den Vereinigten Staaten am 17. November 1995 in die Kinos, am 22. November in London und zwei Tage spÀter im gesamten Vereinigten Königreich.cite-ref-gepn-7-5[7] In Deutschland startete der Film am 28. Dezember 1995.cite-ref-imdbrd-17-1[17]
Nachwirkung
Finanzieller Erfolg
Das Budget betrug geschĂ€tzte 58 Mio. US-Dollar. Der Film war ein weltweiter kommerzieller Erfolg, bis zum Januar 1996 spielte er in den Vereinigten Staaten fast 100 Mio. US-Dollar ein, in GroĂbritannien ĂŒber 17 Mio. Pfund. Das weltweite Einspielergebnis liegt bei ca. 351 Mio. US-Dollar, in Deutschland bei ĂŒber 60 Mio. Mark. In Deutschland sahen ĂŒber vier Millionen Menschen den Film im Kino, in den Vereinigten Staaten 24,45 Millionen.cite-ref-imdbpn-10-1[10] Die Zeitschrift Stern gibt als weltweites Einspielergebnis inflationsbereinigte 530 Millionen US-Dollar an, was nach Stand von 2011 das zwölfthöchste Ergebnis eines Bond-Films ist. Die Besucherzahlen in Deutschland werden mit 5,5 Millionen angegeben, das sind die viertmeisten eines Bond-Films in Deutschland.cite-ref-stern-20-0[20]
Zeitgenössische Kritik
Die Kritiken zum Erscheinungszeitpunkt waren gemischt.
Entertainment Weekly urteilte im November 1995, der Film sei âein mittelmĂ€Ăiger Beitrag zur Bond-Serieâ, der dennoch âverlocken[d]â geraten sei.cite-ref-review-21-0[21] Variety urteilte im selben Monat, Brosnan gebe ein âsolides Debutâ in einem der âbesseren der 17 Bond-Filmeâ.cite-ref-review-21-1[21] Die New York Times schrieb, das Drehbuch enthalte âlediglich flache SchlagabtĂ€usche und verzweifelte Hommagen an den Stil Flemingsâ, und Brosnan sei ânicht der GlaubwĂŒrdigste in den Actionszenen.âcite-ref-review-21-2[21] Die Time schrieb, die von der Bond-Serie âetablierten Konventionenâ stĂŒnden in GoldenEye auf âwackeligen Knienâ, und Brosnan spiele den James Bond auf âmittlerem Niveauâ zwischen Connery, Moore und Dalton. Roger Ebert bewertete GoldenEye in der Chicago Sun-Times mit drei von vier Sternen und beschrieb ihn als einen âmodernen Bond nach bekanntem Schema.â Brosnan in der Rolle des Bond empfand er als âvöllig angemessenâ.cite-ref-22[22]
Hellmuth Karasek kritisierte im Spiegel, in GoldenEye âist James Bond ein Comic-Held geworden. Und somit ist er, allen Anstrengungen zum Trotz, aus der Zeit gefallen.âcite-ref-23[23] Norbert Grob schrieb in der Zeit, in GoldenEye âwerden langsam auch die extensiven Schauwerte zum Problem. Wenn nichts wirkt auĂer dem thrill des Bumbums, bleiben letztlich nur Schall und Rauch.â Er sprach sich dafĂŒr aus, die James-Bond-Serie âneu zu installierenâ, und fĂŒgte an: âPierce Brosnan hĂ€tte jedenfalls das Zeug dazu.âcite-ref-24[24]
SpÀtere Bewertung
GoldenEye wird rĂŒckblickend als einer der wichtigsten James-Bond-Filme angesehen,cite-ref-filmschoolrejects-25-0[25] da mit ihm sechs Jahre nach Lizenz zum Töten der erfolgreiche Relaunchcite-ref-filmschoolrejects-25-1[25]cite-ref-26[26]cite-ref-27[27] der Bond-Serie gelang, der in den Augen mancher Kritiker das Fortbestehen der gesamten Serie ermöglichte.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]
Die Zeitschrift Entertainment Weekly erstellte 2006 eine Rangfolge der James-Bond-Filme, wobei GoldenEye als 8. von 21 Filmen abschnitt und als Brosnans âbei weitem bester und verstĂ€ndlichsterâ Film bezeichnet wurde.cite-ref-30[30] Im gleichen Jahr bewerteten die Mitarbeiter der Multimedia-Webseite IGN die Bond-Filme und wĂ€hlten GoldenEye auf Platz 5.cite-ref-31[31]
Zwischen 2011 und 2012 wurde von den Besuchern der James-Bond-Fanseite MI6-HQ.com ĂŒber die besten Bond-Filme abgestimmt, wobei GoldenEye Platz 5 von 22 Filmen erreichte.cite-ref-32[32] Er schnitt in dieser Abstimmung als bester Film mit Brosnan in der Hauptrolle ab und lag vor sĂ€mtlichen mit Roger Moore abgedrehten Filmen.
Im Jahr 2012 wurden die Bond-Filme auch durch die Leser des 007 Magazine bewertet, wobei GoldenEye den 9. von 24 PlĂ€tzen belegte.cite-ref-33[33] In einer ebenfalls 2012 veröffentlichten Liste des Rolling Stone nimmt GoldenEye jedoch lediglich Platz 19 von 24 James-Bond-Filmen ein.cite-ref-34[34] In dem 2012 erschienenen Sonderheft 50 Jahre James Bond des Stern wird der Film mit 4 von 5 Sternen (âgutâ) bewertet.cite-ref-35[35]
Auszeichnungen
BAFTA Award 1995
âą Nominierung in der Kategorie âBester Tonâ fĂŒr Jim Shields, David John, Graham V. Hartstone, John Hayward, Michael A. Carter
âą Nominierung in der Kategorie âBeste visuelle Effekteâ fĂŒr Chris Corbould, Derek Meddings, Brian Smithies
âą Auszeichnung in der Kategorie âBMI Film Music Awardâ fĂŒr Ăric Serra
Goldene Leinwand 1996
âą 3 Millionen Kinobesucher in 18 Monaten
âą Nominierung in der Kategorie âBester Action-/Adventure-/Thriller-Filmâ
âą Nominierung in der Kategorie âBester Hauptdarstellerâ fĂŒr Pierce Brosnan
âą Nominierung in der Kategorie âBeste Kampfszeneâ fĂŒr Pierce Brosnan und Famke Janssen
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) in Wiesbaden verlieh dem Film das PrĂ€dikat âbesonders wertvollâ.cite-ref-36[36]
Adaptionen
Literatur
GoldenEye war der zweite und letzte Bond-Film, zu dem John Gardner einen auf dem Drehbuch basierenden Roman verfasste. Das 1995 erschienene Buch hĂ€lt sich dabei stark an die Vorlage, fĂŒgt am Anfang vor dem Bungee-Sprung jedoch einige Kampfszenen ein, die auch im Computerspiel GoldenEye 007 vorkommen.
1996 erschien der erste Teil einer geplanten dreiteiligen Comicumsetzung. Die Teile zwei und drei sind jedoch niemals erschienen.cite-ref-37[37]
Computerspiele
1997 wurde mit dem Ego-Shooter GoldenEye 007 das erste auf dem Film basierende Computerspiel veröffentlicht, von dem 2010 ein Remake und 2011 eine modernisierte Neuauflage fĂŒr jeweils unterschiedliche Plattformen erschien. Die Version fĂŒr das Nintendo 64 gilt als eines der besten Spiele fĂŒr diese Plattform.cite-ref-38[38]
Ein um das Jahr 2007 programmiertes Remaster dieser Version fĂŒr die Microsoft-Konsole Xbox 360 erschien aufgrund rechtlicher Komplikationen nie. Das unter dem Codenamen âBeanâ entwickelte Spiel sollte ĂŒber die Plattform âXbox Live Arcadeâ vertrieben werden. Im Februar 2021 wurde eine spielbare Kopie dieser Version online geleakt und kann in Emulatoren und auf modifizierten Konsolen ausgefĂŒhrt werden.cite-ref-39[39]
Der 2004 veröffentlichte Ego-Shooter GoldenEye: Rogue Agent hat auĂer dem Auftritt von Xenia Onatopp keine direkte Beziehung zum Kinofilm, vielmehr wurde der Titel wohl gewĂ€hlt, um die zahlreichen Fans des ursprĂŒnglichen GoldenEye 007 als KĂ€ufer zu gewinnen.
Veröffentlichung
Der Film wurde 1996cite-ref-40[40] erstmals auf VHS von Warner Bros. in Deutschland veröffentlicht. Die VHS hatte ein Wendecover, damit es zur 1995 veröffentlichten Classic Bond Collection passte.cite-ref-41[41] Ab 1999 wechselten die Vermarktungsrechte zu 20th Century Fox Entertainment. Die erste DVD-Version kam zusammen mit dem Nachfolger Der Morgen stirbt nie 1998 auf den Markt. Damals noch in der Jewel-Case-Boxcite-ref-42[42], spĂ€ter in der heute noch ĂŒblichen Amaray-HĂŒlle. Als Blu-Ray wurde er zum 50. JubilĂ€um veröffentlicht.
Der Film lief am 2. Januar 1999 um 20:15 Uhr auf ZDF erstmals im deutschen Free-TV.cite-ref-43[43]
Weblinks
Commons
: James Bond 007 â GoldenEye
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: James Bond 007 â GoldenEye
â Zitate
âą James Bond 007 â GoldenEye bei IMDb
âą James Bond 007 â GoldenEye in der Online-Filmdatenbank
âą James Bond 007 â GoldenEye in der Deutschen Synchronkartei
âą GoldenEye auf Cinema and Science
âą Vergleich der Schnittfassungen FSK 12 â FSK 16, BBFC 12 â FSK 16 von James Bond 007 â Goldeneye bei Schnittberichte.com
âą Christofer Jost: GoldenEye. In: Songlexikon. Abgerufen am 10. MĂ€rz 2014.
Einzelnachweise
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cite-note-44. â Reddit â Entdecke ohne Ende. Abgerufen am 3. Oktober 2023 (deutsch).
cite-note-55. â https://www.reddit.com/r/JamesBond/comments/arksdl/eons_official_bond_17_poster_for_daltons_3rd_bond/?rdt=65086
cite-note-66. â Uncovering Timothy Daltonâs Lost 3rd Bond Film. Abgerufen am 3. Oktober 2023 (deutsch).
cite-note-gepn-77. â Production Notes auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 6. November 2012.
cite-note-88. â Timothy Dalton's Unmade James Bond Predicted Brosnan & Craig's 007 Movies
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cite-note-2424. â Norbert Grob: LiebesgrĂŒĂe aus Entenhausen. In: Die Zeit. 29. Dezember 1995, abgerufen am 15. MĂ€rz 2013: âSo werden langsam auch die extensiven Schauwerte zum Problem. Wenn nichts wirkt auĂer dem thrill des Bumbums, bleiben letztlich nur Schall und Rauch. Die Uhr fĂŒr 007 lĂ€uft ab. Was auch heiĂen könnte: Alles wĂ€re neu zu installieren â mit Schirm, Charme und noch mehr Ironie. Pierce Brosnan hĂ€tte jedenfalls das Zeug dazu.â
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